Über eye_land

Wir, das Deutsche Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF), veranstalten bis Mitte 2019 das eye_land Projekt. Es wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Das KJF ist ein bundesweit tätiges Zentrum für kulturelle Medienbildung. 

Wir freuen uns, dass sich an diesem gesellschaftlich und kulturell wichtigen Projekt zahlreiche Kooperationspartner beteiligen. Das KJF organisiert auch bundesweite Medienwettbewerbe, wie etwa den Deutschen Jugendfotopreis. Mit dem eye_land Projekt machen wir bewusst etwas anderes: Das eye_land Projekt ist kein Fotowettbewerb, sondern eine Community und Plattform für unterschiedlichste Aktionen. Das Ziel besteht darin, eine möglichst große Vielfalt von Sichtweisen auf die Themen Heimat und Flucht zu präsentieren.

Von besonderer Bedeutung für die Entwicklung des eye_land Projekts waren die Diskussionen bei der Auftaktveranstaltung und dem nachfolgenden inhaltlichen Finetuning.

Unsere Überlegungen, Fragen und Ansätze: Welchen Blick haben Kinder und Jugendliche – vor allem die, die neu hier sind – auf ihr Leben in Deutschland? Welche Bilder tragen sie von ihrer "alten" Heimat mit sich und welche haben sie vor Augen, wenn sie an ihre Zukunft denken? Auf Fragen wie diese sucht "eye_land: heimat, flucht, Fotografie" Antworten. Wir möchten erfahren, was junge Menschen mit dem Begriff Heimat verbinden, wie sie ihren Alltag in Deutschland leben und erleben und welche Zukunftsvision sie haben, ausgedrückt in Bildern und Bildwelten ihres Alltags.

Ein Ausgangspunkt von "eye_land: heimat, flucht, fotografie" ist auch die Frage, ob und wie die zugewanderten Menschen unsere Wahrnehmung von "Heimat" verändert und auf den Prüfstand gestellt haben. Ihre Ankunft hat in den vergangenen Jahren für Auseinandersetzung in Politik und Gesellschaft gesorgt und Diskurse wie Initiativen auf breiter Ebene angestoßen.
Die zugewanderten Kinder und Jugendlichen sind besonders schutzbedürftig. Ihnen gebührt auch deshalb viel Aufmerksamkeit, weil sie die Zukunft von Land und Gesellschaft mitgestalten und schon heute – menschlich wie fachlich – den Grundstein dafür erwerben. Mit dem Projekt eye_land möchten wir diesen Prozess unterstützen.

Der Staat, zahlreiche Organisationen und viele Bürger/innen  bemühen sich um die Belange der Migrant/innen und um ihre Teilhabe an unserer Gesellschaft. Auch Künstler/innen und Medienpädagog/innen haben Projekte ins Leben gerufen und gemeinsam mit geflüchteten Menschen Bilder geschaffen, die berühren und Nähe herstellen. Diese Bilder der Jugendlichen mit und ohne Flüchtlingsstatus geben uns Einblick in ihr Leben und ihre Zukunftsvisionen. Sie lassen uns teilhaben an ihren Wünschen, ihren Hoffnungen und ihrem Humor, genauso wie an ihren Ängsten und Sorgen.

Kulturelle Bildung leistet einen wichtigen Beitrag zur interkulturellen Verständigung und spielt eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung gesellschaftlicher Vielfalt. Der Fotografie als einem Medium, das nonverbal kommuniziert und die Realität reflektiert, kommt dabei eine besondere Bedeutung im öffentlichen Diskurs zu.

Mit dem Projekt "eye_land: heimat, flucht, Fotografie" knüpft das KJF als Initiator und Veranstalter an seine Fotoausstellung "Mein Deutschland" an. Unterstützt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)möchte "eye_land: heimat, flucht, fotografie" nun Bilder in die Öffentlichkeit bringen, die Aspekte der Flucht, des Ankommens und auch die Visionen einer neuen Gesellschaft zeigen und diskutieren. Ziel ist es, eine Plattform zu schaffen, die Teil des "Social Movement" ist und dieser neuen gesellschaftlichen Bewegung bildmächtig Ausdruck verleiht.

 

Das Projekt

eye_land sucht

ROOTS – Fotos, gemacht von Kindern und Jugendlichen aus ihrer „alten“ Heimat und auf dem Weg nach Deutschland
RE-START – Fotos, die das Leben von geflüchteten Menschen in Deutschland thematisieren und zeigen
VISIONS – Fotos, die Träume und Visionen von Kindern und Jugendlichen zeigen.

Im Zentrum steht die Vision einer Gesellschaft, die niemanden wegen seines Geschlechts, herkunftsbedingter Vorurteile, seines Glaubens oder politischer Weltanschauung benachteiligt – eine Welt, in der Frieden und Freiheit herrschen und Kunst, Wissenschaft, Forschung und Lehre eine Bereicherung darstellen.

eye_land macht sichtbar

Alle Einreichungen werden sukzessive auf der Internetseite www.eye-land.org präsentiert. So wächst das Projekt vor den Augen der Öffentlichkeit.
Alle Macher/innen der Bilder und Projekte werden auf der Internetseite www.eye-land.org dokumentiert, zugeordnet und vernetzt.
Die Website versteht sich als attraktiv gestaltete Inspirationsquelle und Vorbild für weitere Initiativen.
Ausgewählte Bilder und Projekte werden 2019 in einer großen Ausstellung im Bundespresseamt Berlin gezeigt und so zum beachteten Beitrag des öffentlichen Diskurses.
Weitere Präsentationsmöglichkeiten und Ausstellungsformen, insbesondere im öffentlichen Raum z. B. auf Großprojektionen, sind in Planung.

eye_land vernetzt

Das Anliegen von eye_land wird bundesweit in Kooperation mit weiteren Institutionen und Initiativen kommuniziert. Sie erhalten die Gelegenheit, eigenständige Ansätze zu erproben und die Ergebnisse der verschiedenen künstlerisch-pädagogischen Projekte zu präsentieren.

eye_land feiert

Die Eröffnung der Abschlussausstellung am 2. April 2019 soll ein Fest der Begegnung und des Austauschs zwischen den Macher/innen, Künstler/innen, Kooperationspartner/innen und Interessierten werden – ein Fest, an dem die kulturellen Ausdrucksformen auch über die Fotografie hinaus im Zentrum stehen und die Vision eines freien und gleichberechtigten Miteinanders erlebbar wird.

eye_land forscht und diskutiert

Vom 1. bis 3. April 2019 werden das Projekt und seine vielfältigen Ansätze, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der geflüchteten Kinder und Jugendlichen fotografisch sichtbar zu machen, breit diskutiert. Zu welchen Ergebnissen sind die einzelnen Projekte gekommen? Was ist das Verbindende und was das Besondere ihrer verschiedenen Ideen? Was ist gelungen? Was können wir besser machen? Und wie geht es weiter?

eye_land ist eine Einladung

... an Projekte im Bereich der kulturellen und politischen Kinder- und Jugendbildung und ihre Teilnehmer/innen, um ihre Arbeiten einer großen Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

eye_land zeigt Haltung

Ein wichtiges Anliegen des Projekts und seiner Beteiligten ist der respektvolle Umgang mit sämtlichen Partnern vor und hinter der Kamera, in der Politik, den Organisationen oder Vereinen. Ein Höchstmaß an Transparenz und ausdrückliche Dialogbereitschaft zählen ebenfalls dazu.