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Menschen kennen lernen

Wie entstand das Projekt?

Mein Projekt entstand am Ende des Jahres 2015, als mein Bruder und ich überlegten, wie wir geflüchteten Menschen helfen können. Unsere Idee war es, ein wöchentliches Treffen zu veranstalten, zu dem Einheimische und geflüchtete Menschen kommen können. Dabei sollte der Austausch zwischen verschiedenen Kulturen stattfinden. Uns wurden Räumlichkeiten der Matthäusgemeinde in Pforzheim zur Verfügung gestellt, in denen es eine Kegelbahn gibt. Bei den ersten Treffen entstanden interessante Gespräche zwischen den Einheimischen und den geflüchteten Menschen, das Kegeln rückte schnell in den Hintergrund. Nach kurzer Zeit kam der Vorschlag, zusammen zu kochen. Jeder der Teilnehmer kochte etwas aus seinem Heimatland. Bei unseren Treffen waren meist zehn bis zwanzig Teilnehmer dabei. Die meisten von ihnen kommen aus Afghanistan, dem Irak und Syrien. 

 

Was hat sich daraus entwickelt?

Es entstanden nach einigen Treffen neue Freundschaften. Anfangs redeten wir meistens noch über alltägliche Themen wie Essen oder Arbeit. Mit zwei Brüdern aus Afghanistan verstand ich mich besonders gut. Die beiden erzählten mir nach einigen Wochen von ihrer Flucht und der Angst, die sie jeden Tag begleitete. Sie flohen aus ihrer Heimat, nachdem ihr jüngerer Bruder von einer extremistischen Gruppe ermordet wurde. Auch Ihnen wurde mit Mord gedroht. Sie waren seit Anfang 2015 in Deutschland. Der ältere Bruder erhielt eine Aufenthaltsgenehmigung für ein Jahr, der andere nicht. Für uns alle war es nicht zu verstehen, warum einer bleiben darf und der Andere gehen muss. Zwischen diesen sehr bewegenden Momenten gab es viele schöne Tage der Leichtigkeit.

 

Die Fotodokumentation

Ich wollte diese Begegnungen festhalten und beschloss eine Fotodokumentation aufzunehmen. Diese sollte auch über das wöchentliche Treffen hinausgehen. Ich begleitete gemeinsame Aktivitäten mit  den geflüchteten Menschen und Einheimischen. Für meine Fotoarbeiten ist es mir wichtig, eine Situation möglichst authentisch zu zeigen. Dabei inszeniere ich nicht, sondern beobachte den Augenblick. Ich möchte in meinen Bildern die jeweilige Stimmung der Situation transportieren, um den Zuschauer in die Situationen hineinzuversetzen. Dabei arbeite ich nur mit natürlichem Licht. Ich entschloss mich, die Fotos schwarz-weiß zu drucken, da so der Ausdruck intensiviert wird. 

Aus der fertigen Serie wurde eine Ausstellung zusammengestellt, die ihre Eröffnung im Sommer 2016 im Kulturhaus Osterfeld in Pforzheim feierte. Die Ausstellung wurde noch an einigen andern Orten in Pforzheim und Umgebung gezeigt.

 

 

 

 

f t g

 

Fotograf*innen:
Karl Scholten

Region:
Baden-Württemberg

Entstehungsjahr:
2015

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