1/4 - Unser Baum, ein Traum! - Verena Günther

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Unser Baum, ein Traum!

In dem spartenübergreifenden FotoKunstProjekt verwandelten Kinder und Jugendliche aus acht Herkunftsländern (Aserbaidschan, Türkei, Albanien, Kosovo, Irak, Afghanistan, Serbien und Deutschland) einen Baum in ein Kunstwerk.

Besucher des Jugendbereichs des Kölner Bürgerhaus Stollwerk und junge Bewohner der umliegenden Flüchtlingsheime bauten einen Baum aus Pappmaché, der wie ein echter Baum zum Stadtviertel gehörte und symbolisch mit ihm verwurzelt war. Seine Teile standen für Wege und Stationen jedes Einzelnen – angefangen bei ihren eigenen Orten (und Ländern) und Neuentdeckungen, die während des Projektes gemacht wurden. Die fotografischen Objekte, die sie nach jedem Besuch im Viertel für den Baum gestalteten, bildeten schließlich immer neue junge Blätter mit Bildern der noch frischen gesammelten Eindrücke und Erfahrungen. 

Bei der fotografischen Arbeit wurden alte und neue Erfahrungswelten miteinander verbunden: So berichteten die Teilnehmenden beispielsweise von ihren glücklichen und besonderen Momenten, von schönen Erlebnissen und Empfindungen in der alten Heimat: „In einer Heimat die Sonne, das Meer und unser Haus zu genießen“, „ Die Geburt einer kleinen Schwester“, „ ein erster Schultag“, „ Als die ganze Familie während der Flucht sicher die letzte Landesgrenze überschritten hatte“,“Als ich in der Karate-Schule aufgenommen wurde“, „Fahrradfahren zu können“ waren nur einige ihrer Antworten. Um diese Momente nochmals darzustellen, suchten wir nach geeigneten Orten im Viertel, die stellvertretend für den echten Ort stehen oder als „Kulisse“ für eine erlebte Situation dienen konnten. Diese Fotos wurden in schwarz/weiß und Farbe ausgedruckt, in und an Gläsern zu Kunstobjekten verarbeitet und in den Baum gehängt.

Der Baum zeigte am Ende exemplarisch, wo und wie die Beteiligten leben und wofür sie sich interessieren. Kinder und Jugendliche mit Migrations- und Fluchthintergrund konnten so das „neue“ Zuhause mit allen Sinnen erfahren und sich mit dem Stadtviertel, in dem sie seit kurzem oder schon länger lebten, verbinden bzw. „Wurzeln bilden“

In dem zweiwöchigen spartenübergreifenden Projekt lernten die Teilnehmer in kleinen Schritten verschiedene Formen des fotografischen Arbeiten kennen und nutzten diese direkt, um Wege und Orte ihres zu erkunden und diese dem Baum künstlerisch mitzuteilen. Technische Kenntnisse zum Umgang mit der Kamera wurden in kleinen Einheiten spielerisch vermittelt und konnten in den kreativen Phasen sofort ausprobiert werden.

 

 

f t

jfc Medienzentrum

 

Fotograf*innen:
Verena Günther
Luz Helena Diaz

Region:
Nordrhein-Westfalen

Entstehungsjahr:
2016

R

 

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